Das kleine Lexikon der Engelsblüter

Gott

ist kein übergeordnetes Wesen, sondern ein Kollektiv. Die Gemeinschaft der Engel ist das, was man „Gott“ nennt.

Die Engelschöre

Gott gliedert sich in einer festen Rangordnung auf: die mächtigsten Engel gehören dem ersten Seiner Chöre an, die schwächsten dem siebten. Dabei sei erwähnt, dass selbst der geringste der Engel immer noch übermenschlich und mächtig ist…

Engelsblut (die Essenz)

Das Blut eines Engels verändert die genetische Struktur eines normalsterblichen Menschen. Der Mensch wird durch die Essenz zum Engelsblüter.

Engelsblüter

unterteilen sich in Mischblüter und Reinblüter.

Reinblüter

Normalsterbliche, die mit der unverdünnten, reinen Engelsessenz umgewandelt wurden. Sie verleiht ihnen übernatürliche Fähigkeiten.

Mischblüter

Mischblüter wurden im Gegensatz zu Reinblütern nicht durch das pure Engelsblut umgewandelt, sondern mit der bereits veränderten und verwässerten Version, die ein Engelsblüters in sich trägt. Ihre Fähigkeiten sind deshalb schwächer und ihre Selbstregeneration übersteigert, was zum Tode führen kann, wenn der Körper des Mischblüter sich zu stark auszehrt. Das Problem kann allerdings mühelos durch die regelmäßige Einnahme einer bestimmten Art von Enzym unter Kontrolle gehalten werden. Es kann synthetisch hergestellt werden, ist jedoch auch im menschlichen Körper vorhanden. Je dringender ein Mischblüter die nächste Dosis des Enzyms benötigt, desto besser kann er es in den Normalsterblichen wittern.

Besondere Fähigkeiten

Prinzipiell sind alle menschlichen Sinne bei Engelsblütern verstärkt, allerdings kann man aus einem Esel kein Rennpferd machen.
Übernatürliche Fähigkeiten wie Telepathie und Telekinese sind in ihrer Ausprägung individuell und hängen von verschiedenen Komponenten ab, wie eben von den eigenen Anlagen, besonders aber von der Qualität der Essenz.
Unter Umständen kann ein Mischblüter einem Reinblüter in seinen Kräften also durchaus überlegen sein, wenn die Essenz des Reinblüters einem Engel mit niedrigem Rang entstammt.
Mächtige Engelsblüter können teleportieren. Aufgrund ihrer Regenerationskräfte sieht man ihnen selbst ein jahrhundertelanges Leben kaum an. Allerdings sind auch ihren Fähigkeiten Grenzen gesetzt; schlägt man einem Engelsblüter den Kopf ab, wächst kein neuer nach.

Kinderlosigkeit

Die Selbstheilung erlaubt keine Nachkommenschaft unter den Umgewandelten; die Einnistung neuen Lebens im Körper einer Engelsblüterin wird ebenso verhindert wie die Ausbreitung eines Infekts.
Reproduktionsversuche mit normalsterblichen Frauen scheitern auch, da sämtliche Körperflüssigkeiten eines Umgewandelten geringe Dosen der Engelsessenz enthalten. Der Kontakt führt zu einer Immunisierung der normalsterblichen Partnerin und schließt eine Schwangerschaft deshalb auch in dieser Konstellation aus.

Voodooamulette

Hilfsmittel der Engelsblüter, um sich selbst oder auch Normalsterbliche zu schützen. Die Amulette können nur durch Voodoopriester erschaffen werden, die das entsprechende, geheime Ritual durchzuführen imstande sind.
Die Priester benötigen dazu die Essenz der Engel und Edelsteine mit besonderer Herkunft; sie müssen aus dem Besitz eines Verstorbenen stammen, und sie müssen zumindest ein einziges Mal getragen worden sein; in dem Augenblick, als der Träger einem gewaltsamen Tod zum Opfer fiel.
Je größer das Leid des Sterbenden, desto mehr Energie kann im Augenblick seines Todes freigesetzt werden. Sie fließt in den Edelstein und wird dort gespeichert. Einem befähigten Voodoopriester gelingt es, diese Energie in eine Schutzmacht umzuwandeln. Je nach Energievolumen kann ein Voodooamulett seinem Besitzer als undurchdringlicher Schutzschild gegen jegliche Gefahr dienen.

Das Schwert der Vergeltung

Gottes Werkzeug; der Racheengel setzt es zur Exekution abtrünniger Engel ein, falls sie die wenigen vorhandenen Regeln brechen.